Red Hand Day

RedHandDayRed Hand Day 2014 – eine weltweite Initiative gegen den Missbrauch von Kindern als Soldaten und Soldatinnen

Am 12.02.2014 fand erstmalig eine Veranstaltung des Kinderbüros anlässlich des Red Hand Day, in der Zentralbibliothek, Stadtmitte statt.

Nach einem eindrucksvollen Kurzfilm, von Frankfurter Schülerinnen und Schülern des Goethe Gymnasiums und einer Lesung von Phyllis Kiehl zum Thema Kindersoldaten, zeichneten die ReferentInnen des Abends Ekkehard Forberg, World Vision Deutschland e.V. und Michaela Ludwig, Journalistin, das Schicksal der KindersoldatInnen nach.

Ekkehard Forberg wies darauf hin, dass sowohl Jungen als auch Mädchen nicht nur um ihre Kindheit betrogen werden, sondern von Rebellen skrupellos zu Kampfmaschinen sozialisiert werden. Sie töten nicht nur, sie sind auch gezwungen, selber zu töten und sich töten zu lassen.

Obwohl im Jahr 2002 das zweite Zusatzprotokoll zur UN-Kinderrechtskonvention in Kraft trat, das es verbietet, Personen unter 18 Jahren für Kriegseinsätze zu rekrutieren, sind weltweit noch immer ca. 250000 bis 300 000 KindersoldatInnen im Einsatz.

Diese Zahlen machen rat- und hilflos, da Veränderungen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen in Kriegs- und Krisengebieten aussichtlos erscheinen.

Die Vereinten Nationen führen aktuell 55 Regierungen bzw. Rebellengruppen in der „list of shame". Hierzu gehören Syrien, Zentralafrika, Südsudan, Uganda und viele mehr. Auf der „list of Shame" werden Länder geführt, die sich mindestens vier von sechs schwerwiegenden Verletzungen gegen die Kinderrechtskonvention schuldig machen. Zu den schwerwiegenden Kinderrechtsverletzungen zählen: Rekrutierung und Einsatz von Kindern als SoldatInnen, Tötung und Verstümmelung, Vergewaltigung und sexuelle Übergriffe, systematische Angriffe auf Schulen und Krankenhäuser, Entführungen und Verweigerung von humanitärer Hilfe.

Ziel ist es, wie Ekkehard Forberg informierte, diese Rebellengruppen und Regierungen weltweit zu ächten und Sanktionen gegen sie zu verhängen, z.B. keinen Handel und keinen Waffenhandel mit diesen Ländern. Die Sicht auf ehemalige KindersoldatInnen, die in Deutschland Asyl suchen, verdeutlichte ausführlich die Hamburger Journalistin Michaela Ludwig. Junge Flüchtlinge müssen lückenlos belegen können, dass sie KindersoldatInnen waren. Es gelingt diesen jungen Menschen oft nicht dieses zu „beweisen", es gibt keine Papiere und andere Dokumente. So ist dieses Unterfangen für die ehemaligen KindersoldatInnen fast aussichtlos und zudem oft mit schmerzhaften Retraumatisierungen verbunden.


Informationen auch unter www.worldvision.de und www.kindersoldaten.info